Ladenmiete – die zweite, große, Belastung für Friseure
In unseren Untersuchungen stellte sich heraus, dass vor allem das allgemein geringe Preisniveau für Friseurdienstleistungen und die fehlende Nachfrage (Mengenausprägungen), Ursache für den Rückzug ist.
Wer in Toplage eine Miete von ca. 200,– € p. m² p. Monat aufbringen soll, muss schon mindestens sehr hohe 5-stellige Umsätze pro Monat pro m² erzielen.
Oder, in Zahlen; bei 50 m² und einer Miete von € 10.000,– p. Monat, 12 Behandlungsplätzen, mindestens 12 Std. Öffnungszeiten täglich, mit einem engagierten, qualifizierten Topteam müsste der effektiv erzielte Netto – Stundensatz pro Produktivkraft schon mind. 35 – 40 €, und das ständig, betragen, um überhaupt den Break-even -Point bei ca. 500 Tsd. € Jahresumsatz netto zu erreichen.
Ab da beginnt dann erst das profitable Wirtschaften.
Derartig hohe Friseur – Angebotspreise wie zuvor (35 – 40 €) sind aber am Markt, selbst in Toplagen, kaum bis nicht in ausreichender Menge durchzusetzen, weshalb die Empfehlung lauten muss; lassen Sie in diesen Zeiten Top-Ortslagen links liegen und bescheiden Sie sich mit 1B – oder 1 C – Ortslagen, jedoch sollten Sie alle Insellagen möglichst meiden.
Wollen Sie als Friseurunternehmer einigermaßen entspannt leben, sollten Sie auf jeden Fall z. B. keine Miete von – angeblich nur! – 15 % vom Umsatz vereinbaren, denn dann arbeiten Sie ziemlich sicher nur noch für lachende Dritte.
Quelle
Goebel Unternehmensberatung