Färben – Frage und Antworten

Häufig gestellte Fragen rund um Haarfarbe lassen sich mit einigen grundlegenden Kenntnissen gut beantworten.
Die Frage, ob sich die Menge an Chemie in Colorationen reduzieren lässt, kann klar bejaht werden. Es gibt Haarfarben, die ohne Duftstoffe, Silikone, Paraffin- und Mineralöle, Parabene oder Formaldehyd-Derivate auskommen.
Auch reine Pflanzenfarben sind eine Möglichkeit, die Belastung für Haar und Kopfhaut zu verringern.
Äußere Einflüsse können die Haarfarbe durchaus verändern.
Chlorwasser kann blondem Haar einen Grünstich verleihen, da Chlor mit Kupfersalzen in der Coloration reagiert.
Auch Sonnenlicht verändert sowohl natürliche als auch gefärbte Haare, indem es farblose Fragmente abbaut. Schutz bieten Pflegeprodukte mit UV-Filter oder eine einfache Kopfbedeckung.

Gefärbtes Haar neigt nicht eher zu Haarausfall, da die Ursache für Haarausfall in den Haarwurzeln liegt, die von der Coloration nicht erreicht werden. Allerdings kann geschädigtes Haar brechen, was am Ansatz wie Haarausfall wirken kann.

Bei grauem Haar eignen sich Cremecolorationen besonders gut, wirken jedoch manchmal etwas künstlich. Normale Colorationen können zu starke Kontraste erzeugen. Bei geringem Grauanteil sind Tönungen mit einer Abdeckung von fünfzig bis siebzig Prozent eine gute Alternative. Wer sein graues Haar mag, aber dunkle, colorierte Längen angleichen möchte, kann auf professionelle Strähnen- und Farbtechniken zurückgreifen. Da graues Haar aus einer Mischung pigmentierter und weißer Haare besteht, ist es besonders anspruchsvoll zu färben.

Ammoniak ist in Intensivtönungen und Colorationen enthalten, weil das Haar aufquellen muss, damit Farbstoffe eindringen können. Dafür wird ein Alkali benötigt. Ammoniak eignet sich besonders gut, da es aktiv ist, den Abbau natürlicher Pigmente unterstützt und die Farbaufnahme fördert. Der Geruch ist jedoch unangenehm und kann die Schleimhäute reizen, weshalb auch andere Alkalisierungsmittel eingesetzt werden.

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