Silikon-Shampoos

Besonders physikalische Behandlungen wie Dauerwellen können durch die Silikonschicht nahezu unmöglich werden. Obwohl Hersteller diese Produkte als unbedenklich einstufen, sind es letztlich die Friseurinnen und Friseure, die die Auswirkungen ausgleichen müssen.
Auch die Kopfhaut kann unter der regelmäßigen Anwendung silikonhaltiger Kombiprodukte leiden. Die feinen Silikonfilme beeinträchtigen die Hautatmung, was zu Rötungen, Spannungsgefühlen oder Schuppenbildung führen kann. Damit steigt die Bedeutung der fachlichen Aufklärung im Salon, denn viele Verbraucher wissen nicht, welche Effekte diese Produkte langfristig haben können.
Kombi-Shampoos, Conditioner-in-one oder silikonhaltige Haarspitzenfluids sind zwar praktisch, doch immer mehr Friseure, Dermatologen und Kundinnen berichten von Problemen wie schlaffem Haar, mangelndem Halt oder unzuverlässigen Farbergebnissen. Die Ursache liegt im Silikon, das sich hinter Begriffen wie Cyclomethicone, Dimethicone, Amodimethicone oder Quaternium-80 verbirgt. Es legt sich wie ein Film um das Haar, glättet es zwar optisch, verhindert aber gleichzeitig, dass Farbe, Tönung oder Dauerwelle gleichmäßig wirken.
Neue Untersuchungen zeigen jedoch, dass diese Schwierigkeiten nicht zwangsläufig auftreten müssen, wenn silikonhaltige Produkte richtig eingesetzt werden. Entscheidend ist die Dosierung und der Abstand zwischen den Anwendungen. Kombi-Shampoos sollten nicht täglich verwendet werden. Zwischendurch empfiehlt sich ein normales Reinigungsshampoo, das Ablagerungen reduziert. Haarspitzenfluids sollten nur alle zwei Wochen und ausschließlich in den Spitzen eingesetzt werden.
Bei feinem Haar sowie zwei Wochen vor einer Dauerwelle oder Coloration ist es ratsam, vollständig auf Silikonprodukte zu verzichten. Kurz vor einer chemischen Behandlung kann ein Peeling-Shampoo helfen, Rückstände zuverlässig zu entfernen und das Haar optimal vorzubereiten.